#7 Albtraum des Krieges, Visionen des Friedens

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Werke von SCHÜTZ, BIBER, TUNDER und JOHANN BACH

Musik im Atem der Zeit
Der Dreißigjährige Krieg ist eine der größten Bewusstseinszäsuren Europas. Und Heinrich Schütz war wie ein musikalischer Chronist dieser Schreckensjahre – von den opulenten „Psalmen Davids“ 1619 bis hin zu seinem Friedenszyklus „Geistliche Chor-Music 1648“ spiegelt sich in seinem Werk die Erfahrung allumfassender Verheerungen, aber auch der Hoffnung und Zuversicht. Nachdem er inmitten des Krieges dichtete, „all‘ Ordnung ist verkehrt“, war seine Musik der Versuch, die Welt in Tönen neu zu ordnen und nach dem Albtraum des Krieges den Blick hin zu Visionen des Friedens auszurichten. Und zwischendrin schuf er zu politischen Anlässen etliche, selten zu hörende Motetten und Konzerte, in denen neben Huldigungen an die Obrigkeit auch eindringliche Botschaften eingeschrieben sind: da pacem domine – verleih uns Frieden.
In einem durchkomponierten Programm widmen sich Hans-Christoph Rademann und seine gefeierten Dresdner Schütz-Interpreten diesem großen europäischen Thema.

Am Nachmittag bieten wir interessierten Besuchern ein Künstlergespräch und eine thematische Kirchenführung in der Kirche Scheibenberg an, in der der Pfarrer Christian Lehmann (1611-1688) wirkte, der vielleicht bedeutendste Chronist des Dreißigjährigen Krieges in Sachsen.

Ein Konzert der Reihe ‚Grundton D‘ des Deutschlandfunk


KARTENPREISE / ERMÄSSIGUNGEN

35 € | 25 € | 15 € | 10 €


Konzerteinführung

18.45 Uhr, Nicolai-Kirche, Markt 1, 08344 Grünhain
Künstlergespräch mit Prof. Hans-Christoph Rademann (Moderation: Dr. Oliver Geisler)