#13 Wilder Traum, wachsamer Engel

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HÄNDEL: Jephta

Ein fataler Eid, ein wilder Traum und ein wachsamer Engel
„Jephta“ ist das letzte originäre Oratorium Händels. Längst war sein Augenlicht beinahe gänzlich verloren – immer wieder wurden die Arbeiten von Kuren unterbrochen.
Georg Friedrich Händels Oratorium „Jephta“ liegt die Nachricht von einer tragischen und besonders grausamen Begebenheit zugrunde, die eines der ältesten Bücher des alten Testaments überliefert: Nach der Eroberung des Landes der Amoriter stand der noch schwierigere Feldzug gegen die Ammoniter an. Um sich des Höchsten Beistandes zu versichern, schwor Jephta jenen fatalen Eid: „Was zu meiner Haustür heraus mir entgegen geht, wenn ich mit Frieden wiederkomme von den Kindern Ammon, das soll des Herrn sein, und ich will’s zum Brandopfer opfern.“ Als es so weit war, trat ihm seine Tochter entgegen! An zentraler Stelle des Werkes erkennt die Mutter im Traum die Bedrohung der Tochter Iphis. Am Ende setzt sich Händel über alles hinweg und lässt entgegen der biblischen Überlieferung, in der es kein Entrinnen vor dem „Was immer ist – ist Recht“ gibt, einen Engel erscheinen, der Iphis errettet und sie in eine religiös-enthaltsame Existenz gibt.
Führende Interpreten der internationalen Alte-Musik-Szene verbünden sich im Abschlusskonzert des Musikfestes Erzgebirge und setzen mit dieser intensiven Diskussion zu großen Lebensfragen, vermittelt durch die affektreiche Musik Händels, den fulminanten Schlusspunkt.


KARTENPREISE / ERMÄSSIGUNGEN

42 € | 36 € | 27 € | 18 € | 10 €


Konzerteinführung

16.45 Uhr, Schloss Schwarzenberg, Obere Schloßstraße 36, 08340 Schwarzenberg
Deborah Kircheis, Musikgymnasium Schloss Belvedere, Hochbegabtenzentrum der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar; Mitarbeiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Musikfestes Erzgebirge